Die Gegend des Archipels
von La Maddalena ist immer den Winden ausgesetzt,
vor allem dem Westwind. Diese Besonderheit
hat alle Sportarten weiterentwickelt, die
mit Wind zu tun
haben, vor allem das Segeln.
Die einzigartige Kueste mit ihren vielen Buchten
und sicheren,
windgeschuetzten Anlegeplaetzen hat viele
erfahrene Segler nach Palau, La
Maddalena und an die Kueste zwischen Santa
Teresa und Olbia gezogen.
Durchfahren Sie die "Bocche di Bonifacio"
und fahren
Sie auf dem Kanal zwischen der Insel Spargi
und der Kueste von Palu, auf der Hoehe der
Punta Sardegna, ins Archipel.
Nach den Schwierigkeiten einer Durchquerung
dieser immer recht gefaehrlichen Gewaesser
ist das Segeln in diesem Meeresabschnitt,
umgeben von den vielen Inseln, eine eindrucksvolle,
fast mystische Erfahrung. Der Duft der Vegetation,
gemischt mit dem Salz des Meeres, weht von
der Kueste herueber;
die Voegel, Seeschwalben und Moewen schweben
im Kreis um den Mast, setzen
sich fuer einen Augenblick auf das Boma, auf
dem das Segel ruhig in einer leichten Brise
weht.
Es ist nicht schwer, Gruppen
von Delfinen zu erspaehen, die um
das Boot
springen, in einem Wasser, dessen
Farbkontraste vom Gruen ueber Hellblau
bis hin zu Dunkelblau reichen.
In diesen Gewaessern kreuzten seit
lang vergangener Zeit grosse Schiffe
und
"Nussschalen", in einem
Meer, das manchmal auch den erfahrensten
Kapitaen in den "Bocche di Bonifacio"
getaeuscht hat, dort, wo der Mistral
ploetzlich die Wellen bis zu 4 und
auch 5 Metern hoch aufpeitscht. Alle
Inseln des Archipìels
zeugen von diesen Seefahrern, die
Anleger und Stege gebaut haben und
zu deren Hilfe Leuchttuerme und Bojen
an vielen Stellen des Meeres und des
Festlandes errichtet wurden.
Diese
Signale sind auch heute noch vorhanden,
und von Weitem strahlen sie weiss in
der Sonne, wie der Leuchtturm von Santa
Maria und der der Insel Razzoli. Der
Rat von Segelexperten ist es,
nicht zu sehr der scheinbaren Ruhe im
Meer von Bonifacio zu trauen und auf
die vielen seichten Stellen, die unerfahrene
Seeleute in Schwierigkeiten bringen
koennen, zu achten. In dieser Inselwelt koennen
auch kurze Strecken mit dem Segelboot
zurueckgelegt werden, so beobachtet
man die immer wechselnde Landschaft
und die Kueste, die viele geschuetzte
Plaetze bietet, um vor Anker zu gehen
und in aller Ruhe zu schwimmen. Diese
Charakteristik hat viele Segelschulen
ins Leben gerufen, die
Liebhaber dieses Sports aus allen Teilen
Europas anziehen. Schon im Alter von
6 oder 7 Jahren koennen Kinder ihre
"Seemannskarriere" an Bord
von kleinen Booten der Klasse Optimist
-4,50 m- beginnen; sollte dieser Sport
eine echte
Leidenschaft werden, kann man weitermachen
und ein echter Skipper werden, der sein
Koennen auf langen Ueberfahrten in Beweis
stellt.